1. Unterhalten Sie sich mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn über das Fest
Bereiten Sie das Fest nicht alleine vor. Reden Sie mit Ihren Nachbarinnen und Nachbarn darüber und binden Sie diese in die Vorbereitungen mit ein. Je mehr Menschen bereits bei den Vorbereitungen dabei  sind, umso mehr Erfolg hat die Mund-zu-Mund-Werbung für das Fest. Teilen Sie untereinander die Aufgaben auf, entwickeln Sie gemeinsam das Festprogramm, diskutieren Sie den Festablauf etc. Diese gemeinsame Vorbereitung des Events ist in sich selbst schon ein kleines Fest!

2. Werben Sie für das Fest
Ihr Nachbarschaftshaus oder Stadtteilzentrum stellt Ihnen Materialien zur Verfügung. Diese können Sie in Ihrem Hauseingang, vor Ihrem Haus, in Treppenhauseingängen, in Fahrstühlen, etc., auslegen bzw. verteilen. Personalisieren Sie Flyer und Einladungen, indem Sie Datum, Ort und Uhrzeit der Veranstaltung eintragen. Laden Sie nicht nur Privatpersonen ein, sondern auch KommunalpolitikerInnen, Lokalzeitung, Unternehmen und andere soziale Organisationen!

3. Finden Sie einen geeigneten Ort
Idealerweise sollte das Fest an einem öffentlichen Ort des Wohngebietes (Innenhof, Eingangshalle, Garten) stattfinden und nicht etwa in der Wohnung eines Nachbarn. Das verhindert das Aufkommen von Befangenheit vor allem bei den Personen, die nur wenige der Hausbewohnerinnen und Hausbewohnern kennen. Falls keine geeigneten Räumlichkeiten im Gebäude vorhanden sind, kann das Fest auch – nach Einholen der entsprechenden Genehmigung – auf der Straße stattfinden. Denken Sie auch an eine Schlechtwettervariante.

4. Einrichtung des Festortes
Denken Sie an Tische, Stühle, Bänke, um gemeinsam essen und feiern zu können. Vielleicht kann jede Nachbarin und jeder Nachbar ein Stuhl mitbringen oder sie suchen gemeinsam im Keller nach Tapeziertischen oder fragen im Nachbarschaftshaus nach Bierzeltgarnituren.

Denken Sie an die Nachbarinnen und Nachbarn, für die es vielleicht Barrieren für die Teilnahme gibt aufgrund des körperlichen Zustandes, Essgewohnheiten oder Sprachkompetenzen. Im besten Fall gibt es in der Vorbereitungsphase eine verantwortliche Person, die sich hierüber Gedanken macht, mit potenziellen Gästen spricht und solches Barrieren aus dem Weg räumt. Tips für eine barrierefreie Veranstaltung finden Sie beispielsweise hier .

5. Essen und Trinken
Jeder Gast ist eingeladen etwas zum Essen beizutragen. Eine mögliche Einladung hierfür: „Bringen Sie mit, was Sie selbst gerne essen oder trinken, nur ein bisschen mehr davon.“ Geschmäcker sind verschieden. Halten Sie daher sowohl alkoholische als auch alkoholfreie Getränke bereit. Bowle, Punsch und Sangria werden allgemein wegen des ihnen anhaftenden, festlichen Flairs sehr geschätzt. Bieten auch Sie Kleinigkeiten zum Essen an. Sorgen Sie für ausreichend Teller, Besteck und Gläser oder bitten Sie Ihre Gäste, dies für sich selbst mitzubringen.

6. Kinder machen das Fest lebendiger
Kinder spielen immer eine wichtige Rolle auf Feierlichkeiten. Sie dürfen sie daher in den Vorbereitungen keinesfalls vergessen: denken Sie an kindgerechte Kost und Getränke, Bonbons, Luftballons und Beschäftigungsmöglichkeiten.

7. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, Bekanntschaften zu machen
Seien Sie aufgeschlossen. Ziel des Tages ist es letztlich, seine Nachbarinnen und Nachbarn besser kennen zu lernen. Machen Sie also den ersten Schritt und stellen Sie sich vor. Die etwas Schüchternen unter Ihnen werden Ihnen dankbar sein.

8. Mitten drin statt nur dabei
Verhalten Sie sich nicht als Zuschauer, sondern als Gestalter des Festes. Bringen Sie sich bereits bei den Vorbereitungen mit ein und versetzen Sie sich in die Lage der anderen. Denken Sie sich Lösungen für diejenigen aus, die nicht so ohne weiteres beim Fest mit dabei sein können: z.B. Beaufsichtigung von Kleinkindern, Abholdienste oder Hilfe für Kranke und Behinderte.

9. Sorgen Sie für die richtige Stimmung
Lassen Sie sich auch etwas bei der Dekoration einfallen (Girlanden, Blumen, etc.) und vergessen Sie die Musik nicht. Achten Sie darauf, dass die Nachbarinnen und Nachbarn, die nicht mit feiern, sich nicht gestört fühlen. Heute ist schließlich nicht der Tag, um sich mit seinen Nachbarinnen und Nachbarn anzulegen.

10. Dies ist erst der Anfang…
Das Nachbarschaftsfest ist der Beginn – ein erster Schritt, um auch zukünftig die Atmosphäre im Wohngebiet zu verändern. Dies ist eventuell auch eine Gelegenheit, um über gemeinsame Projekte zu diskutieren, um nachbarschaftliche Solidarität zu stärken.